Jüdische Gemeinde Göttingen

Willkommen bei der Jüdischen Gemeinde Göttingen

Baruch haba Willkommen

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. Mai 2013 um 12:31 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 21. August 2012 um 11:54 Uhr

Baruch Haba  - Herzlich Willkommen !

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Lag Baomer

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Mai 2020 um 10:45 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 11. Mai 2020 um 10:39 Uhr

Omer zählt
Pessach und Schawuot sind auf die gleiche Art miteinander verbunden wie Ostern mit Pfingsten: Zwischen den Feiertagen liegen sieben mal sieben Tage. Pessach feiert die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei und die Entstehung des jüdischen Volkes. Am fünfzigsten Tag nach Pessach, am Schawuot (Wochenfest) wurde die Tora auf Sinai offenbart – in 70 Sprachen, für die ganze Menschheit. Hier entstand das Judentum.
Juden zählen 49 Tage Omer, die Garben der ersten Frühlingsernte, die in biblischen Zeiten im Tempel geopfert wurden. Die Omer-Zeit bezieht sich aber auch auf die lange und gefährliche Reise durch die Wüste von Ägypten zum versprochenen Land, begleitet von Hunger, Seuchen und feindlichen Angriffen. Diese Erinnerung ist bis heute prägend.
Der Talmud erzählt, wie tausende Schüler von Rabbi Akiba (50-135) von einer Plage und den Römern heimgesucht wurden. Nicht nur deswegen ist die Omer-Zeit zu einer Trauerzeit geworden – im Laufe der Jahrhunderte haben weitere Heimsuchungen stattgefunden, wie im Mittelalter, wenn Juden von Kreuzfahrern auf dem Weg ins Heilige Land ermordet wurden. Und bis in die Moderne wurden sie beschuldigt, Plagen wie Pest und Cholera verursacht zu haben. Auch der Shoa wird in der Omer-Zeit gedacht.
Abgesehen vom Feiertag zu Israels Unabhängigkeit, gibt es seit der frühen Moderne nur eine Ausnahme in dieser Trauerzeit: LaG baOmer (die Buchstabe Lamed ist 30, Gimmel 3), der 33. Tag nach Pessach, in diesem Jahr am 12. Mai. Eine Erleichterung der Plage, ein kurzfristiger Erfolg im Kampf gegen die Römer wurde mit dem Sterbetag von Akibas Schüler Rabbi Schimon bar Jochai verbunden, der beides überlebt hatte. Ihm wird traditionell den Sohar, das Hauptwerk der jüdischen Mystik zugeschrieben. Hunderttausende Juden aus aller Welt pilgern zu seinem Grab in Meron in der Nähe von Safed, im israelischen Galiläa. Picknicks und Freudenfeuer bieten einen faszinierenden Anblick. Die Trauerzeit ist aufgehoben, und man darf auch wieder heiraten.
Jetzt leiden wir alle unter einer neuen weltweiten Seuche, die uns verfolgt. Feiern tun wir trotzdem, aber zu Hause. Dass wir uns digital verbinden und uns untereinander solidarisieren, ist im Sinne unserer demokratischen Staaten und unserer Religionen, für die der Schutz des Menschenlebens und der Nächstenliebe zentrale Bedeutung hat. Nächstes Jahr feiern wir wieder zusammen, in unseren Kirchen, Synagogen und Moscheen.
Rabbiner drs Edward van Voolen, Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam

 

10 Jahre Bodenfelder Synagoge in Göttingen, 27. Mai 2018 - 13. Siwan 5778

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 11:06 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 10:53 Uhr

“Mah tovu ohalecha Ja’akow, mischkenotecha Jis
Wie schön sind deine Zelte Jakob, deine Wohnstätten Israel.” (Numeri 24,)
Vor dreitausende Jahre segnete der biblische nicht-jüdische Prophet Bile’am mit diesen Worten das jüdische Volk.
Und mit diesen Worte betreten Juden noch immer die Synagoge.
Seit der Zerstörung des zweiten Tempels vor fast 2.000 Jahre, ist die Synagoge unser Zuhause geworden, überall in der ganzen Welt, überall wohin das Schicksal unser Volk gebracht hat. Auch nach Deutschland – die erste Ansiedlung der Juden in 321 ist urkundlich belegt, also vor fast 1.700 Jahre. Und auch nach Göttingen sind Juden gekommen – sie sind schon im 13. Jh. nachgewiesen.
Von den ‚schönen Wohnstätten’ ist aber seit dem Reichspogromnacht nicht viel übrig geblieben. Die 1895 eingeweihte Göttinger Synagoge, die Platz bot an 450 Menschen, wurde 1938 zerstört. 1939 war schon die Hälfte der Göttinger Juden geflüchtet, die andere Hälfte, über 250 Juden wurde kurz darauf ermordet.
Seit 1994 gibt es wieder eine jüdische Gemeinde in Göttingen, dank Einwanderung. 90 Prozent der jetzigen Mitglieder stammt aus der ehemaligen Sowjetunion. Sie, wir, haben hier ein Zuhause gefunden:
„Wie schön ist diese Wohnstätte.“
Wie schön, dass auch Du, wunderschöne, fast zwei hundert Jahre alte Synagoge aus Bodenfelde vor zehn Jahre ‚eingewandert’ bist! Nachdem Du die Reichspogromnacht überlebt und 70 Jahre verlassen und vernachlässigt leer gestanden hast: wie schön dass auch du hier ein Zuhause gefunden hast und seit zehn Jahre wieder in Amt und Würde bist!
Wir Juden, die so oft in der Geschichte auf der Flucht waren, und durch Krieg und Hunger vertrieben wurden, wir definieren unsere „Zelte und Wohnstätte“ als „ein Zuhause für alle Völker“ (Jesaja 57,6), weil wir diese Erfahrung teilen mit Millionen Flüchtlinge in der Welt. Weil wir, unsere Eltern und Großeltern selber erfahren haben wie es war „Sklaven in Ägypten zu sein“ – zu erst Teil der Gesellschaft, dann erniedrigt und gedemütigt, und schließlich verfolgt und vertrieben.
Trotz unserer Angst für Antisemitismus und Fremdenhass, öffnen wir die Türe unserer Synagoge, weil Göttingen, weil Deutschland nicht nur für uns aber auch für Abertausende Flüchtlinge die Türe wieder geöffnet hat.
Beim Betreten einer Synagoge sagen wir: „wie schön sind deine Zelte Jakob, deine Wohnstätten Israel – und dank deiner großen Liebe darf ich hereinkommen“(Psalm, 5,8).
Bruchim haBaïm – herzlich Willkommen!
[Rabbiner drs Edward van Voolen]

   

Jüdische Studenten Göttingens

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 13. Juni 2019 um 12:27 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 22. Juli 2014 um 11:04 Uhr

NEU!!
In Göttingen hat sich gerade eine Gruppe „Jüdische Studenten Göttingens“ (JSG) gegründet. Als Göttinger Gruppe sind sie Teil des Verbandes „Jüdischer Studenten Nord“ (VSJNORD). Anna und Marko sind die Ansprechpartner. Sie freuen sich auf Zuwachs: Jüdische Studierende, die Lust haben, sich zu treffen, zu quatschen, zu kochen, gemeinsame Projekte durchzuführen etc… An Purim gab es z.B. die Kampagne: TodaOnPurim, bei der Menschen gedankt wurde, bei denen Dank im Alltag eher zu kurz kommt, im Sinne der Mischloach Manot -Tradition. Erreichbar ist diese Gruppe über mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.   oder über facebook: https://m.facebook.com/groups/2040052906217741?view=group.

 

Projekt: Zwei Seiten der Geschichte - Erinnern für eine gemeinsame Zukunft

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. März 2020 um 13:51 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 03. Juni 2014 um 11:37 Uhr

In den Jahren 2003 -2005 hat der Verein Brücken Bauen e.V. - Verein zur Förderung von interkultureller Verständigung   Interviews und Filmaufnahmen mit unseren Gemeindemitgliedern Georg und Wilma Iggers durchgeführt (Georg Iggers verstarb 2017, Wilma Iggers lebt in den USA) .
 Im November 2016, kurz vor Georg Iggers' 90. Geburtstag hat sich der Verein  entschieden, das multimediale  Internetangebot  'Zwei Seiten der Geschichte - Erinnern für eine gemeinsame Zukunft' zu starten. http.//www.zweiseitendergeschichte.de    
„Angesichts der aktuellen Entwicklung in den USA möchten wir auch die Verbreitung des Lebenswerkes von Wilma und Georg Iggers unterstützen. Vielleicht können wir mit 'Zwei Seiten der Geschichte' ebenso einen kleinen, nachhaltigen Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur leisten.“

   

Spuren jüdischer Geschichte zwischen Weser und Solling

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. November 2014 um 12:29 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Donnerstag, den 06. November 2014 um 12:22 Uhr

Detlev Herbst  und Berndt Schaller
“Spuren jüdischer Geschichte zwischen Solling und Weser“
Die Synagogengemeinden Bodenfelde, Uslar, Lippoldsberg und Lauenförde
Jüdisches Leben zwischen Solling und Weser - seit dem späten Mittelalter nachweisbar und seit Mitte des  19. Jahrhunderts fest im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben er Region verankert - ist heute ein Stück vergangener, gewaltsam zerstörter Geschichte. Die seit langem ansässigen jüdischen Familien  wurden in der NS- Zeit sämtlich vertrieben oder deportiert und ermordet. Geblieben sind nur wenige Spuren, die mehr und mehr verblassen. Die vorliegende Dokumentation ist ein Versuch, dem Vergessen entgegen zu wirken. Sie geht den Stationen der jüdischen Geschichte vor Ort von den Anfängen bis zur Auslöschung nach, beschreibt die Lebenswege jüdischer Bürger der letzten Generationen, erschließt die noch erhaltenen Bestände der jüdischen Friedhöfe als historische Quelle und verzeichnet alle einheimischen jüdischen Kinder, Frauen und Männer, die dem deutschen Rassenwahn zum Opfer fielen und ohne Namen an unbekanntem Ort geblieben sind.

ISBN 978-3-94075-92-8    Verlag Jörg Mitzkat

Das Buch ist in der Gemeinde für 19,80 € erhältlich.

 

Gedenken an die Opfer der Leningrader Blockade 1941-1944

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Dezember 2015 um 11:50 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 25. November 2013 um 11:55 Uhr

Die Ausstellung zur Leningrader Blockade war ein großer Erfolg mit vielen interessierten Besuchern.  Danach wird die Ausstellung auch außerhalb Göttingens in verschiedenen Einrichtungen gezeigt. Sie kann bei der Gemeinde ausgeliehen werden.
   

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. September 2011 um 12:26 Uhr Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 28. April 2011 um 13:49 Uhr

Die Göttinger Synagoge

goettinger-syn 70 Jahre nach der Zerstörung der Göttinger Synagoge in der Reichspogromnacht 1938, wurde die neue Synagoge der wiedererstandenen Jüdischen Gemeinde Göttingen am 9. November 2008 eingeweiht. Nach einem Festakt in der Aula der Universität trugen Mitglieder der Gemeinde die Thorarollen unter einem Baldachin vom Mahnmal am Standort der von den Nationalsozialisten geschändeten ehemaligen Synagoge zu ihrem neuen Gotteshaus in der Angerstraße. Eigentlich handelte es sich um eine „Wiedereinweihung“ und zweite Weihe, denn die neue Göttinger Synagoge kann bereits auf eine lange, stolze Geschichte als Landsynagoge in Bodenfelde an der Weser zurückblicken.

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