Jüdische Gemeinde Göttingen

Willkommen bei der Jüdischen Gemeinde Göttingen

Chanukka Sameach

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 07. Dezember 2017 um 12:24 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Donnerstag, den 22. September 2011 um 20:56 Uhr

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Chanukka

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 07. Dezember 2017 um 12:45 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 28. November 2011 um 12:38 Uhr

Am Abend des 12. Dezember beginnt in diesem Jahr das acht Tage währende Chanukkafest. Das Wort Channuka bedeutet so viel wie „Einweihung“ und erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels in Jersusalem nach dem Sieg der Makkabäer über die Herrschaft der Syrer im Jahre 165 v.d.Z. Der Legende nach fand man im Tempel einen einzigen unbeschadeten Krug, dessen Öl normalerweise nur gereicht hätte, um einen Tag Licht zu machen. Das Öl reichte aber dann für acht Tage. In Erinnerung an dieses Wunder entzündet man an acht aufeinander folgenden Tagen jeweils eine Kerze mehr auf der Channukkia, bis am achten Tag alle acht Kerzen der Chanukkia leuchten. Der Chanukkaleuchter hat neun Lichter. Das neunte Licht ist der sog. Schamasch, der Diener, mit dem die anderen acht Lichter gezündet werden.

Channuka ist eines der wenigen jüdischen Feste, die nicht nur in der Synagoge und den eigenen vier Wänden gefeiert werden. In allen großen deutschen Städten werden riesige Chanukkiot großen Plätzen mitten in der Stadt gezündet, und es wird dazu getanzt und gefeiert. Auch in Göttingen gehört das Zünden der Chanukkia unter freiem Himmel und im Beisein nicht nur von Mitgliedern der Gemeinde, sondern auch von Freunden und Interessierten von außerhalb zu einer wertvollen Tradition.

Unsere Gemeinde veranstaltet zusammen mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit am Sonntag 17.12. ab 15.00 Uhr einen Chanukkabasar:
Kaffee, Kuchen, Sufganiot   
Musik in der Synagoge mit der Kitchen-Band und eínem Chor mit israelischen Liedern,
Verkauf von Kunsthandwerk und Judaica
...und Zünden der 6. Kerze am großen Chanukkaleuchter


 

Georg Iggers zum Gedenken

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Dezember 2017 um 12:23 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 11. Dezember 2017 um 12:17 Uhr


Vor kurzem (am 26. November) ist Georg Iggers (1926-2017) gestorben - ein weltberühmter amerikanisch-jüdischer Historiker - sein Buch Deutsche Geschichtswissenschaft. Eine Kritik der traditionellen Geschichtsauffassung von Herder bis zur Gegenwart hat einen Durchbruch bewirkt. So, wie viele junge Studenten habe ich es im Erscheinungsjahr der deutschen Ausgabe 1971 aufmerksam gelesen und bis zum heutigen Tag oft benutzt.
Georg Iggers und seine Frau Wilma Iggers-Abeles waren beide vor den Nazis geflüchtet: Er aus Hamburg, sie aus der Tschechoslowakei. Ihre Lebensgeschichte Zwei Seiten der Geschichte. Lebensbericht aus unruhigen Zeiten erschien 2002 nicht zufällig in Göttingen, wo beide seit 1961 regelmässig Zeit verbrachten, in engem Austausch mit deutschen Wissenschaftlern und Studenten. Ich war deswegen angenehm überrascht, sie in unserer Synagoge persönlich kennengelernt zu haben. Ich erinnere mich sehr gut an das freundliche und bescheidene Ehepaar. Eindrucksvolle, besondere Menschen, die sich auch verbunden wussten mit dem Schicksal unserer Mitglieder aus der ehemaligen Sowjet Union. Möge die Erinnerung an Georg und Wilma Iggers uns zum Segen sein - Sichronam liWracha.
Rabbiner Edward van Voolen  Abraham Geiger Kolleg

   

Jom Kippur 2017

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. Oktober 2017 um 13:23 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 22. Juli 2014 um 13:01 Uhr

Nun, da wir Jom Kippur, den heiligsten Tag des Jahres begehen, sollten wir einen Moment innehalten und uns fragen: warum sind wir hier? Was werden wir machen, jetzt, in den nächsten 25 Stunden und natürlich im neuen Jahr? Erst vor wenigen Tagen an Rosh Hashanah haben wir Gott um ein gutes und süßes neues Jahr gebeten, doch erst jetzt bitten wir um Vergebung. Vergebung durch Gott und durch unsere Mitmenschen.
Im Talmud Bavli, im Traktat Rosh Hashanah 16, wird folgendes berichtet: An Rosh Hashanah werden 3 Bücher geöffnet: eines für die Tzadikim, die äußerst gerechten Menschen, eines für die Resha'im, die äußerst bösen Menschen, und eines für die Benonim, also für die Mittelmäßigen, die zwischen diesen beiden Extremen liegen. Während die Gerechten an Rosh Hashanah sofort für das Leben eingeschrieben werden, werden die Bösen sofort für den Tod eingeschrieben. Der Rest, die Benonim, bleiben „in der Schwebe“, wie es der Talmud sagt, von Rosh Hashanah bis Yom Kipur. Falls sie sich verdient machen, werden sie für das Leben eingetragen, andernfalls für den Tod.
Die meisten unter uns sind weder völlig böse, noch völlig gerecht – wir versuchen, Gutes zu tun, aber wir alle wissen, dass wir es hin und wieder vermasseln. Sei es, weil wir Dinge tun, die wir besser nicht tun sollten oder weil wir liebe Menschen nicht so behandeln, wie sie es verdient hätten; oder jedes Mal, wenn unser Ego mehr Raum einnimmt als unser Herz und unser Verstand. Kurzum: Wir können davon ausgehen, dass wir alle Benonim sind, mehr oder weniger mittelmäßige Menschen, die ihr endgültiges Urteil an Jom Kippur erwartet.
Wenn wir über Sünden sprechen, ist es wichtig, die Einteilung zu beachten, die im Traktat „Yoma“ der Mischna gemacht wird: Die Sünden, welche ein Mensch gegenüber den Herrn begangen hat, können durch Yom Kipur getilgt werden. Doch die Sünden, die jemand gegenüber einem Mitmenschen begangen hat, können am Tag der Versöhnung, an Jom Kippur, nicht ausgelöscht werden, bevor man nicht bei der betreffenden Person um Vergebung gebeten hat. Deswegen ist es ein Minhag, ein Brauch, die Menschen um uns herum, unsere Familien, Freunde et cetera, um Vergebung zu bitten. Doch manchmal ist die Bitte um Vergebung nicht genug.
Im Bet Knesset des Rabbi Shalom von Belz saß einmal ein einfacher Mann, ein „posheter Yid“ namens Hershel, Hershel der Wasserträger. Hershel saß dort im Bethaus am Erev Jom Kippur mit 2 Gläsern Bronfen vor sich und blickte auf die unsichtbare Gestalt auf der anderen Seite des Tisches. Er wünschte dem anderen „Lechaim“ und trank dann beide Gläser aus. Die Chassiden waren sicher, dass der Rabbi solch ein Verhalten nicht gutheißen würde! Doch zu ihrem Erstaunen lächelte der Rabbi milde und nickte zustimmend.
Nachdem Hershel die Shul verlassen hatten, rannten die Chassiden hinter ihm her und fragten ihn, was denn das alles sollte. Hershel war sehr beschämt, aber sie überredeten ihn so lange, bis er schließlich erzählte:
„Vor ein paar Monaten sah es richtig schlecht aus mit mir. Das Geld wurde immer knapper, die Ausgaben immer größer. Und so sagte ich Gott, er solle meine Lage verbessern. Und weil er mich so schlecht behandelte, wollte ich auch keinen religiösen Pflichten mehr nachkommen. Ich ging nicht mehr in die Synagoge, ich hörte auf zu beten – kurz gesagt: alles, was ich früher für ihn getan hatte, ließ ich sein.
So vergingen einige Wochen, doch es wurde nicht besser, ganz im Gegenteil. Und ich sagte zu mir „Dieser dumme Streit mit Gott muss ein Ende haben! Ich sollte mit ihm ins Reine kommen und ihm vergeben!“. Und kurz darauf ging es tatsächlich bergauf! Und ich fand, das ist ein guter Anlass, um Lechaim zu trinken - Gott hat es sich verdient! Aber da er sein Glas nunmal nicht ausgetrunken hat, habe ich das für ihn übernommen.“

Maimonides, der Rambam, beschreibt in den Hilchot Teshuvah drei Phasen der Teshuvah, also der Umkehr. Zuerst müssen wir eingestehen, was wir getan haben, danach müssen wir unsere Taten bereuen und als letzten Schritt müssen wir versprechen, es nie wieder zu tun. Diese Schritte sind wichtig nicht nur für die Sünden gegenüber unserer Mitmenschen, sondern auch für die Sünden Gott gegenüber. So wie Hershel in unserer Geschichte: manchmal muss man sich mit Gott hinsetzen und einen trinken – zugegeben: mit unseren Mitmenschen klappt das meist besser!
Heute tragen wir weiße Kleidung, die unsere Reinheit repräsentiert, eine Reinheit wie die von Engeln. Ein anderer Grund für unsere weiße Kleidung ist der, dass sie uns auch an den Tod erinnern soll. Denn so werden wir begraben, in weißem Tuch gehüllt. Diese beiden Assoziationen sind sehr wichtig, wenn wir Gott oder die Menschen um Vergebung bitten. Im Talmud Bavli, Brachot 5 heißt es, dass man immer die guten Impulse in seiner Seele stärken soll, um so die schlechten Impulse zu bekämpfen. Und glücklicherweise gibt uns der Talmud auch Ratschläge, wie wir das am besten anstellen: Zunächst einmal sollen wir Torah lernen, denn das gibt uns mehr Kraft, gewissermaßen extra-Power für das Gute in uns. Aber falls das nicht helfen sollte, sollen wir an den Tod denken. Keine Angst, das hier wird keine Anleitung zum Unglücklichsein. Und es geht nicht darum, dass wir ständig über den Tod nachdenken sollten. Aber manchmal, vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr, ist es gut, alles in die richtigen Relationen zu setzen: Wie wichtig ist dies oder jenes wirklich für mich? Würde ich genau so handeln, wenn ich wüsste, dass ich nur noch einen Tag zu leben hätte? Könnte ich eine bessere Lösung finden oder einen eine Herangehensweise, um meine Probleme zu lösen?
Wir werden nun einen kurzen Moment Zeit nehmen bevor wir Kol Nidreh sagen. Wer nun Tefilah Zakah sagen möchte, findet es auf Seite 154, wer lieber einen Augenblick bei seinen eigenen Gedanken bleiben möchte und über das Vergeben nachdenken möchte, kann dies auch tun. Es geht darum, Vergebung zu erlangen und anderen zu vergeben. Aber es geht nicht zuletzt auch darum, sich selber zu vergeben: Ja, wir machen Fehler, aber das ist menschlich und wir sind nur Menschen. Hätte Gott uns fehlerlos und perfekt haben wollen, hätte er uns als Engel erschaffen. So aber sind wir fehlbar, doch wir haben die Fähigkeit, gut von schlecht zu unterscheiden und wir haben die Möglichkeit, um Verzeihung zu bitten und zu versuchen, unsere Fehler wieder gut zu machen. Das ist eine wundervolle Gabe und dafür sind wir heute hier.
Akiva Weingarten

Хаг Самеах!
Сейчас, когда начинается самый святой день года -  Йом Кипур, мы должны задуматься, почему мы здесь и что мы будем делать в ближайшие 25 часов и, естественно, в наступившем году. Несколько дней тому назад, в Рош ха Шана мы просили у Б"га хорошего и сладкого года. Сейчас же мы просим прощения у Б"га и у всех окружающих.
Талмуд Бали  в 15 главе Рош ха Шана нам рассказывает: в Рош ха Шана открываются три книги. Одна для Цадиким - праведников, вторая для Решаим - очень плохих людей и третья для Бенаим - всех оставшихся между этими двумя крайностями. Праведники будут записаны в Книгу Жизни, плохие люди - к смерти, а оставшиеся "зависнут между", как говорит Талмуд, от Рош ха Шана до Йом Кипура. Заслужившие будут записаны к жизни, другие к смерти.
Большинство из нас , насколько мы себя знаем, не принадлежат к обеим крайностям, т.е. не вполне плохие, но и не полностью хорошие люди. Мы пытаемся быть хорошими, но, как мы сами понимаем, это не всегда получается. Мы совершаем ошибки, делаем то, что мы делать не должны, относимся к окружающим не так как должно, с неподобаюшим, в некоторых ситуациях, высокомерием. Таким образом, мы в основном Бенаим - находящиеся посредине, которым в Йом Кипур будет вынесен окончательный приговор.
Если говорить о грехах, то важно знать, что пишется в разделе Мишра 8 главы Юма: грех перед Б"гом может быть в Йом Кипур прощён. Грехи перед людьми не прощаются, до тех пор, пока мы не попросим прощения у обиженного нами человека. Поэтому существует обычай просить прощения у всех окружающих нас ( друзей, родственников и т.д. ), но порой одной просьбы о прощении недостаточно.
Однажды в синагоге Рабби Шалома в г.Пельц сидел  еврей по имени Гершель - водонос города. Он сидел на Ерев Йом Кипур с двумя стаканами водки и, обращаясь к невидимым людям на другом конце стола, пожелал им "лехаим" и выпил из обеих стаканов. Присутствующие хасиды были убеждены, что их раввину это не понравилось, но они были очень удивлены, когда их Рабби улыбнулся и присоединился к Гершелю. Когда Гершель покинул синагогу, они последовали за ним спросить, что всё это означает. Гершель очень смутился и на их настойчивые просьбы рассказал следующее:
несколько месяцев тому назад всё в его жизни шло плохо. Он заметил, что работы прибавляется , а заработок наоборот- падает. Он просил Б"га изменить эту ситуацию, в противном случае он от Него отвернётся т. к. он не видел оснований подобного обращения с ним. Он перестал ходить в синагогу, молиться и вообще прекратил делать всё, что для Б"га делать был обязан.
Прошло время и он заметил, что дела идут только хуже. И он решил, что нет никакого смысла продолжать эту глупую конфронтацию с Б"гом и что он должен заключить с Ним мир и попросить прощения. Вскоре он отметил, что его жизнь изменилась к лучшему. Поэтому, решил он, будет разумным выпить с Ним за жизнь - Б"г заслуживает этого. Но т.к. Б"г получил свой стакан, но не выпил, то Гершель сделает это за Него.
Подобную мысль обнаруживаем мы в 20 главе Берешит, в истории об Аврааме и Авимелехе.
 Авраам всем рассказывал, что его жена Сара, собственно, не жена его а сестра, потому, что боялся, что его убьют, чтобы отобрать жену. Авимелех забирает Сару, но ночью Б"г его наказывает и даёт понять, что это из-за женщины, которую он отобрал. Авимелех возвращает Сару, просит прощения, даёт кроме того денег. Он знает, что за подобные деяния одного раскаяния недостаточно.
Просто извиниться всегда недостаточно.
Рамбам в главе "Раскаяние" выделяет 3 фазы искупления: сначала мы должны признать, что мы совершили,  затем покаяться и обещать больше никогда этого не делать. Это очень важно при всех грехах - перед Б"гом и людьми.
Также как Гершель в его истории, мы должны время от времени посидеть вместе с Б"гом и выпить - с людьми это сделать естественно проще.
Сегодня мы надеваем белые одежды, чтобы показать, что мы чисты как ангелы. Другое обоснование, почему мы носим белую одежду это то, что в этот день мы поминаем умерших, которых при погребении одевают в белый саван. Обе эти мысли /воспоминания очень важны, когда мы просим прощения у других людей или у Б"га.
Бавли в 5 главе Браха нам говорит: человек должен постоянно хорошие мысли поддерживать, а с плохими бороться. Затем он развивает эту мысль дальше и даёт нам совет, что делать, чтобы поступать правильно: сначала надо изучать Тору, потому что это даёт нам дополнительную силу. Если это не помогает, нужно думать о смерти. Я понимаю, это звучит как очень экстремальная мысль, которая не является нашим повседневным курсом в жизни, но время от времени по меньшей мере один или 2 раза в год  мы должны эту перспективу учитывать: насколько это важно для меня, сделал  бы  я то же самое, зная, что в ближайшие сутки умру? Или я найду лучший способ справиться с решением этой ситуации / проблемы?
Перед молитвой Коль Нидрей необходимо подумать о себе.
Тем, кто хочет прочесть молитву Тефила Зака, найдёт её на стр.154 или соберитесь с мыслями перед тем, как подумать о прощении,  о вопросах прощения и о прощении других.
И, наконец, простить себя - да, мы совершаем ошибки, но мы люди. Если бы Б"г хотел, чтобы мы были совершенны, он создал бы нас как ангелов. Мы не совершены, чтобы всегда отличать истинное от ложного и упорядочить всё, находящееся в беспорядке.
Поэтому это прекрасно и в этом смысл,  почему мы сегодня здесь собрались.

 

Projekt: Zwei Seiten der Geschichte - Erinnern für eine gemeinsame Zukunft

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Dezember 2017 um 12:23 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 03. Juni 2014 um 11:37 Uhr

In den Jahren 2003 -2005 hat der Verein Brücken Bauen e.V. - Verein zur Förderung von interkultureller Verständigung   Interviews und Filmaufnahmen mit unseren Gemeindemitgliedern Georg und Wilma Iggers, die heute in den USA leben, durchgeführt.
Jetzt im November 2016, kurz vor Georg Iggers' 90. Geburtstag hat sich der Verein  entschieden, das multimediale  Internetangebot  'Zwei Seiten der Geschichte - Erinnern für eine gemeinsame Zukunft' zu starten. http.//www.zweiseitendergeschichte.de    
„Angesichts der aktuellen Entwicklung in den USA möchten wir auch die Verbreitung des Lebenswerkes von Wilma und Georg Iggers unterstützen. Vielleicht können wir mit 'Zwei Seiten der Geschichte' ebenso einen kleinen, nachhaltigen Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur leisten.“

   

Spuren jüdischer Geschichte zwischen Weser und Solling

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. November 2014 um 12:29 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Donnerstag, den 06. November 2014 um 12:22 Uhr

Detlev Herbst  und Berndt Schaller
“Spuren jüdischer Geschichte zwischen Solling und Weser“
Die Synagogengemeinden Bodenfelde, Uslar, Lippoldsberg und Lauenförde
Jüdisches Leben zwischen Solling und Weser - seit dem späten Mittelalter nachweisbar und seit Mitte des  19. Jahrhunderts fest im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben er Region verankert - ist heute ein Stück vergangener, gewaltsam zerstörter Geschichte. Die seit langem ansässigen jüdischen Familien  wurden in der NS- Zeit sämtlich vertrieben oder deportiert und ermordet. Geblieben sind nur wenige Spuren, die mehr und mehr verblassen. Die vorliegende Dokumentation ist ein Versuch, dem Vergessen entgegen zu wirken. Sie geht den Stationen der jüdischen Geschichte vor Ort von den Anfängen bis zur Auslöschung nach, beschreibt die Lebenswege jüdischer Bürger der letzten Generationen, erschließt die noch erhaltenen Bestände der jüdischen Friedhöfe als historische Quelle und verzeichnet alle einheimischen jüdischen Kinder, Frauen und Männer, die dem deutschen Rassenwahn zum Opfer fielen und ohne Namen an unbekanntem Ort geblieben sind.

ISBN 978-3-94075-92-8    Verlag Jörg Mitzkat

Das Buch ist in der Gemeinde für 19,80 € erhältlich.

 

Gedenken an die Opfer der Leningrader Blockade 1941-1944

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Dezember 2015 um 11:50 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 25. November 2013 um 11:55 Uhr

Die Ausstellung zur Leningrader Blockade war ein großer Erfolg mit vielen interessierten Besuchern.  Danach wird die Ausstellung auch außerhalb Göttingens in verschiedenen Einrichtungen gezeigt. Sie kann bei der Gemeinde ausgeliehen werden.
   

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. September 2011 um 12:26 Uhr Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 28. April 2011 um 13:49 Uhr

Die Göttinger Synagoge

goettinger-syn 70 Jahre nach der Zerstörung der Göttinger Synagoge in der Reichspogromnacht 1938, wurde die neue Synagoge der wiedererstandenen Jüdischen Gemeinde Göttingen am 9. November 2008 eingeweiht. Nach einem Festakt in der Aula der Universität trugen Mitglieder der Gemeinde die Thorarollen unter einem Baldachin vom Mahnmal am Standort der von den Nationalsozialisten geschändeten ehemaligen Synagoge zu ihrem neuen Gotteshaus in der Angerstraße. Eigentlich handelte es sich um eine „Wiedereinweihung“ und zweite Weihe, denn die neue Göttinger Synagoge kann bereits auf eine lange, stolze Geschichte als Landsynagoge in Bodenfelde an der Weser zurückblicken.

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