Jüdische Gemeinde Göttingen

Willkommen bei der Jüdischen Gemeinde Göttingen

Baruch haba Willkommen

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. Mai 2013 um 12:31 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 21. August 2012 um 11:54 Uhr

Baruch Haba  - Herzlich Willkommen !

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Lag BaOmer und Schawuot

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 07. Juni 2016 um 10:56 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 17. April 2012 um 10:20 Uhr

Mit dem zweiten Tag Pessach beginnt die Omerzeit. Ab diesem Datum zählen wir 49 Tage lang die Omergarben – ursprünglich eine Maßeinheit für Getreide, das in Israel in dieser Zeit geerntet wurde. Über die Jahrhunderte jüdischer Geschichte jedoch änderte sich die Bedeutung des Omerzählens, und erst recht seit Beginn des Galut (der Diaspora) trat die landwirtschaftliche Bedeutung in den Hintergrund. In der religiösen Tradition ist die Omerzeit heute eine Trauerperiode. Nach dem Talmud starben in ihr zehntausende Schüler des Rabbi Akiba, der eine führende Rolle im Bar-Kochba-Aufstand in der Zeit des römischen Kaisers Hadrian spielte. Auch im G’ttesdienst spiegelt sich das Motiv der Trauer in zusätzlichen Gebeten, die an die jüdischen Opfer der Kreuzzüge von 1096 und 1146 d.Z. erinnern.
Ausgenommen von dieser Trauerzeit ist der 33. Tag des Omerzählens – auf Hebräisch Lag BaOmer. An diesem Tag, dem 18. Ijar / in diesem Jahr dem 26.Mai endete die Seuche, die die Schüler Rabbi Akibas sterben ließ. Die Trauerzeit ist für einen Tag unterbrochen.

Am Ende der siebenwöchigen Omerzeit steht am 6. und 7. Siwan / 12. und 13. Juni das Wochenfest Schawuot. Auch dies war früher ein landwirtschaftliches Fest, da an ihm im Tempel in Jerusalem Brote geopfert wurden, die aus der ersten Ernte des Jahres gebacken waren. Heute jedoch steht wiederum die histörisch-religiöse Bedeutung im Vordergrund. Zu diesem Zeitpunkt wurden nach der Überlieferung den Bnei Israel die Zehn Gebote gegeben – der erste umfassend formulierte Sittenkodex der Menschheit. Auf der Anerkennung dieser Gebote fußt der Bund des Ewigen mit dem Volk Israel. Seltsamerweise jedoch gibt es kaum feste Rituale, und der G’ttesdienst unterscheidet sich nur minimal von dem an anderen Tagen. Dennoch gibt es ein paar Traditionen, wie zum Beispiel den Verzehr von Milchigem. Auch ist es Tradition, die Nacht vor Schawuot zu wachen und gemeinsam zu lernen, in Gedenken an die Juden, die die Nacht am Berg Sinai ausharrten.

 

Gebet für den Frieden im Nahen Osten

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Juli 2014 um 13:32 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 22. Juli 2014 um 11:04 Uhr

Gebet für den Frieden im Nahen Osten

Kinder Abrahams,
Kinder Hagars und Sarahs,
Isaaks und Ischmaels:
Habt ihr vergessen, wie wir unseren Vater gemeinsam begruben?
Habt ihr vergessen, wie wir gemeinsam seinen toten Körper in die Höhle bei Hebron trugen?
Habt ihr vergessen, wie wir an dem Tag die Dunkelheit von Machpela betraten um unseren Patriarchen zur Ruhe zu legen?

Kinder Esaus und Jakobs:
Habt ihr den Tag vergessen an dem wir Frieden schlossen?
Den Tag an dem wir alle vergangenen Ungerechtigkeiten und tiefen Wunden überwanden und unsere Waffen niederlegten und lebten?
Oder den Tag an dem auch wir unseren Vater gemeinsamen begruben?
Habt ihr vergessen, dass wir Isaaks Körper in die bescheidene Höhle legten um für immer neben seinem Vater Abraham zu ruhen?

Bruder, ich erinnere mich nicht daran mit dir geweint zu haben.
Schwester, ich erinnere mich nicht daran mit dir getrauert zu haben.

Wir hätten die Tränen von Generationen vergießen sollen,
Wir hätten die Tränen von Jahrhunderten vergießen sollen,
Die Tränen der väterlosen Söhne
und mütterlosen Töchter,
damit wir uns im tiefsten Inneren daran erinnern, dass wir ein Volk sind,
von einem Vater auf Erden und einem Schöpfer im Himmel,
getrennt nur durch die Zeit und die Geschichte.

Ein Gott,
Mein Bruder nennt Dich Allah.
Meine Schwester nennt Dich Adonai.
Zu den einen sprachst Du durch Moses.
Zu den anderen sprachst Du durch Mohammed.

Wir sind eine Familie, Cousins und eine Sippe.

Heiliger Gott,
Licht der Wahrheit,
Quelle der Weisheit und der Kraft,
Im Namen unserer Väter und Mütter,
im Namen der Gerechtigkeit und des Friedens,
Hilf uns dabei uns an die Vergangenheit zu erinnern,
Um unsere Verluste gemeinsam zu trauern,
Damit wir,
Erneut,
Unsere Waffen niederlegen und leben.

Gott allen Lebens,
Schenke dem Land Frieden und Gerechtigkeit
und erfreue unsere Herzen.
Gebet von Alden Solovy interpretiert von Lior Bar-Ami

   

Spuren jüdischer Geschichte zwischen Weser und Solling

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. November 2014 um 12:29 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Donnerstag, den 06. November 2014 um 12:22 Uhr

Detlev Herbst  und Berndt Schaller
“Spuren jüdischer Geschichte zwischen Solling und Weser“
Die Synagogengemeinden Bodenfelde, Uslar, Lippoldsberg und Lauenförde
Jüdisches Leben zwischen Solling und Weser - seit dem späten Mittelalter nachweisbar und seit Mitte des  19. Jahrhunderts fest im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben er Region verankert - ist heute ein Stück vergangener, gewaltsam zerstörter Geschichte. Die seit langem ansässigen jüdischen Familien  wurden in der NS- Zeit sämtlich vertrieben oder deportiert und ermordet. Geblieben sind nur wenige Spuren, die mehr und mehr verblassen. Die vorliegende Dokumentation ist ein Versuch, dem Vergessen entgegen zu wirken. Sie geht den Stationen der jüdischen Geschichte vor Ort von den Anfängen bis zur Auslöschung nach, beschreibt die Lebenswege jüdischer Bürger der letzten Generationen, erschließt die noch erhaltenen Bestände der jüdischen Friedhöfe als historische Quelle und verzeichnet alle einheimischen jüdischen Kinder, Frauen und Männer, die dem deutschen Rassenwahn zum Opfer fielen und ohne Namen an unbekanntem Ort geblieben sind.

ISBN 978-3-94075-92-8    Verlag Jörg Mitzkat

Das Buch ist in der Gemeinde für 19,80 € erhältlich.

 

Gedenken an die Opfer der Leningrader Blockade 1941-1944

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Dezember 2015 um 11:50 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 25. November 2013 um 11:55 Uhr

Die Ausstellung zur Leningrader Blockade war ein großer Erfolg mit vielen interessierten Besuchern.  Danach wird die Ausstellung auch außerhalb Göttingens in verschiedenen Einrichtungen gezeigt. Sie kann bei der Gemeinde ausgeliehen werden.
   

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. September 2011 um 12:26 Uhr Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 28. April 2011 um 13:49 Uhr

Die Göttinger Synagoge

goettinger-syn 70 Jahre nach der Zerstörung der Göttinger Synagoge in der Reichspogromnacht 1938, wurde die neue Synagoge der wiedererstandenen Jüdischen Gemeinde Göttingen am 9. November 2008 eingeweiht. Nach einem Festakt in der Aula der Universität trugen Mitglieder der Gemeinde die Thorarollen unter einem Baldachin vom Mahnmal am Standort der von den Nationalsozialisten geschändeten ehemaligen Synagoge zu ihrem neuen Gotteshaus in der Angerstraße. Eigentlich handelte es sich um eine „Wiedereinweihung“ und zweite Weihe, denn die neue Göttinger Synagoge kann bereits auf eine lange, stolze Geschichte als Landsynagoge in Bodenfelde an der Weser zurückblicken.

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