Jüdische Gemeinde Göttingen

Willkommen bei der Jüdischen Gemeinde Göttingen

Baruch haba Willkommen

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. Mai 2013 um 12:31 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 21. August 2012 um 11:54 Uhr

Baruch Haba  - Herzlich Willkommen !

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Purim

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Februar 2018 um 12:45 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 27. Februar 2012 um 11:52 Uhr

 
Vordergründig betrachtet, ist es ein durchweg frohes Fest. Man verkleidet sich, in vielen Gemeinden gibt es Purim-Bälle mit Tanz und Musik.
Es ist fast ein Karneval – aber eben nur fast. Denn wie jedes andere auch bezieht sich dieses Fest auf eine Begebenheit der jüdischen Geschichte. Im Fall von Purim ist es die Geschichte der Königin Esther, die in der nach ihr benannten Schriftrolle erzählt wird und von einem der vielen Momente in der jüdischen Geschichte handelt, in dem die Juden eines Landes von Vertreibung und Vernichtung bedroht waren: Esther heiratet den Perserkönig Xerxes. Es wird ein großes Fest gefeiert, doch die Freude währt nur kurz. Der hinterlistige Haman, hoher Minister mit Königsmord-Plänen, will das jüdische Volk umbringen. Als Esthers Onkel, der gesetzestreue Mordechai, davon erfährt, bittet er Esther, den König zu informieren. Esther hat den Mut, Haman vor Xerxes anzuklagen und seine üblen Pläne aufzudecken. So rettet sie ihr eigenes Leben und das ihres ganzen Volkes, das sich, vor den Angriffen der Perser gewarnt, erfolgreich zur Wehr setzen kann. Seitdem feiert das jüdische Volk das Fest „Purim“. In diesem Jahr ist es der 1. März.

 

Georg Iggers zum Gedenken

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Dezember 2017 um 12:23 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 11. Dezember 2017 um 12:17 Uhr


Vor kurzem (am 26. November) ist Georg Iggers (1926-2017) gestorben - ein weltberühmter amerikanisch-jüdischer Historiker - sein Buch Deutsche Geschichtswissenschaft. Eine Kritik der traditionellen Geschichtsauffassung von Herder bis zur Gegenwart hat einen Durchbruch bewirkt. So, wie viele junge Studenten habe ich es im Erscheinungsjahr der deutschen Ausgabe 1971 aufmerksam gelesen und bis zum heutigen Tag oft benutzt.
Georg Iggers und seine Frau Wilma Iggers-Abeles waren beide vor den Nazis geflüchtet: Er aus Hamburg, sie aus der Tschechoslowakei. Ihre Lebensgeschichte Zwei Seiten der Geschichte. Lebensbericht aus unruhigen Zeiten erschien 2002 nicht zufällig in Göttingen, wo beide seit 1961 regelmässig Zeit verbrachten, in engem Austausch mit deutschen Wissenschaftlern und Studenten. Ich war deswegen angenehm überrascht, sie in unserer Synagoge persönlich kennengelernt zu haben. Ich erinnere mich sehr gut an das freundliche und bescheidene Ehepaar. Eindrucksvolle, besondere Menschen, die sich auch verbunden wussten mit dem Schicksal unserer Mitglieder aus der ehemaligen Sowjet Union. Möge die Erinnerung an Georg und Wilma Iggers uns zum Segen sein - Sichronam liWracha.
Rabbiner Edward van Voolen  Abraham Geiger Kolleg

   

Drascha von Akiva Weingarten 26.1.2018

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. Januar 2018 um 11:34 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 22. Juli 2014 um 13:01 Uhr

Einmal saß der berühmter Rabbiner Baruch Epstein, mit noch anderen großen Rabbinern aus dem vorigen Jahrhundert zusammen, als ihnen  folgende Frage  gestellt wurde: Ein Mann hatte einen Business Partner. Sie hatten sich gestritten, und der Streit nahm ein solches Ausmaß an, dass er schwor, er würde ihn nie wiedersehen wollen. Jetzt war der Partner gestorben und er wollte zu seiner Beerdigung gehen und um Vergebung bitten. Die Frage aber war, ob er zum Begräbnis gehen darf, nachdem er ja geschworen hatte ihn nie mehr sehen zu wollen. Mit anderen Worten, ist ein solcher Schwur nur im Leben gültig oder auch noch nach dem Tod? Einige Rabbiner haben so geantwortet und andere haben das Gegenteil behauptet.
Rabbiner Epstein sagte: Ich habe Beweise aus unsere Parascha dass es ihm doch erlaubt ist der  Beerdigung beizuwohnen. Im Exodus Kapitel 14 Vers 13 sagt Gott ja: „Die Ägypter die sie heute gesehen haben, werdet ihr niemals wieder sehen“, aber später in Vers 30 steht: „Und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des Meeres“ Gott sagte, dass sie sie niemals mehr sehen werden, doch sie haben die Ägypter nach dem Tod noch einmal gesehen. Das bedeutet also, dass der Mann an der Beerdigung seines Partners teilnehmen darf.
Woher stammen diese Bibeltexte? In unserer Parascha Beshalach, sie wird auch Schabbat Shira genannt, lesen wir, dass das Volk Israel Ägypten verlässt. Die Ägypter versuchten das zu verhindern und jagten den Juden nach. Aber die Israeliten schafften es das Meer zu überqueren und sangen danach ein Loblied zu Gott. Der Midrasch erzählt, dass die Engel auch Gott loben wollten mit einem Lied, aber Gott reagierte verärgert: meine Geschöpfe, die Ägypter, ertrinken im Meer und ihr wollt ein Lied singen?! Die Kommentare fragen alle: wie kann das sein? Die Ägypter waren doch sehr schlechte Menschen. sie haben ein ganzes Volk versklavt, das schwer arbeiten musste, die Ägypter haben dessen Kinder getötet, und wenn wir die Schilderungen im Midrasch lesen, werden noch weitere Grausamkeiten beschrieben.
Wenn man die Midrasch  einfach nur liest, dann erfahren wir dass Gott sich nicht freut, wenn Menschen für Verfehlungen bestraft werden, ja sogar sterben müssen. Im Gegenteil! Er bedauert es, dass er die Menschen bestrafen muss, auch wenn sie sehr schlecht waren.
Und diese Botschaft ist meiner Meinung nach sehr wichtig, wir haben ja alle Gegner, ob es nun persönliche Rivalen sind, oder eine Gemeinschaft, ideologisch, politisch oder religiös. Wie auch immer, wir sollten uns daran erinnern, dass alle Menschen gleich sind, auch diejenigen, mit denen ich nicht einverstanden bin. Wir sind alle im Ebenbild Gottes geschaffen worden, auch diejenigen mit denen wir nicht einverstanden sind.
Wir müssen uns daran erinnern, das in unseren Augen Richtige in zu tun und unsere Ziele nicht aufzugeben. Auf der anderen Seite dürfen wir nicht vergessen, dass es andere Menschen in unserer Gesellschaft und auf der ganzen Welt gibt, die mit unserer Meinung nicht einverstanden sind. Der Talmud sagt in Brachot: Genau wie unsere Gesichter immer unterschiedlich sind, so sind auch unsere Meinungen unterschiedlich. Wir sollten  Respekt vor anderen Meinungen haben, auch wenn sie unsere Meinungen nicht respektieren. Wir aber wissen zumindest, dass wir das Richtige tun.
Akiva Weingarten

 

Projekt: Zwei Seiten der Geschichte - Erinnern für eine gemeinsame Zukunft

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Dezember 2017 um 12:23 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 03. Juni 2014 um 11:37 Uhr

In den Jahren 2003 -2005 hat der Verein Brücken Bauen e.V. - Verein zur Förderung von interkultureller Verständigung   Interviews und Filmaufnahmen mit unseren Gemeindemitgliedern Georg und Wilma Iggers, die heute in den USA leben, durchgeführt.
Jetzt im November 2016, kurz vor Georg Iggers' 90. Geburtstag hat sich der Verein  entschieden, das multimediale  Internetangebot  'Zwei Seiten der Geschichte - Erinnern für eine gemeinsame Zukunft' zu starten. http.//www.zweiseitendergeschichte.de    
„Angesichts der aktuellen Entwicklung in den USA möchten wir auch die Verbreitung des Lebenswerkes von Wilma und Georg Iggers unterstützen. Vielleicht können wir mit 'Zwei Seiten der Geschichte' ebenso einen kleinen, nachhaltigen Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur leisten.“

   

Spuren jüdischer Geschichte zwischen Weser und Solling

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. November 2014 um 12:29 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Donnerstag, den 06. November 2014 um 12:22 Uhr

Detlev Herbst  und Berndt Schaller
“Spuren jüdischer Geschichte zwischen Solling und Weser“
Die Synagogengemeinden Bodenfelde, Uslar, Lippoldsberg und Lauenförde
Jüdisches Leben zwischen Solling und Weser - seit dem späten Mittelalter nachweisbar und seit Mitte des  19. Jahrhunderts fest im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben er Region verankert - ist heute ein Stück vergangener, gewaltsam zerstörter Geschichte. Die seit langem ansässigen jüdischen Familien  wurden in der NS- Zeit sämtlich vertrieben oder deportiert und ermordet. Geblieben sind nur wenige Spuren, die mehr und mehr verblassen. Die vorliegende Dokumentation ist ein Versuch, dem Vergessen entgegen zu wirken. Sie geht den Stationen der jüdischen Geschichte vor Ort von den Anfängen bis zur Auslöschung nach, beschreibt die Lebenswege jüdischer Bürger der letzten Generationen, erschließt die noch erhaltenen Bestände der jüdischen Friedhöfe als historische Quelle und verzeichnet alle einheimischen jüdischen Kinder, Frauen und Männer, die dem deutschen Rassenwahn zum Opfer fielen und ohne Namen an unbekanntem Ort geblieben sind.

ISBN 978-3-94075-92-8    Verlag Jörg Mitzkat

Das Buch ist in der Gemeinde für 19,80 € erhältlich.

 

Gedenken an die Opfer der Leningrader Blockade 1941-1944

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Dezember 2015 um 11:50 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Montag, den 25. November 2013 um 11:55 Uhr

Die Ausstellung zur Leningrader Blockade war ein großer Erfolg mit vielen interessierten Besuchern.  Danach wird die Ausstellung auch außerhalb Göttingens in verschiedenen Einrichtungen gezeigt. Sie kann bei der Gemeinde ausgeliehen werden.
   

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. September 2011 um 12:26 Uhr Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 28. April 2011 um 13:49 Uhr

Die Göttinger Synagoge

goettinger-syn 70 Jahre nach der Zerstörung der Göttinger Synagoge in der Reichspogromnacht 1938, wurde die neue Synagoge der wiedererstandenen Jüdischen Gemeinde Göttingen am 9. November 2008 eingeweiht. Nach einem Festakt in der Aula der Universität trugen Mitglieder der Gemeinde die Thorarollen unter einem Baldachin vom Mahnmal am Standort der von den Nationalsozialisten geschändeten ehemaligen Synagoge zu ihrem neuen Gotteshaus in der Angerstraße. Eigentlich handelte es sich um eine „Wiedereinweihung“ und zweite Weihe, denn die neue Göttinger Synagoge kann bereits auf eine lange, stolze Geschichte als Landsynagoge in Bodenfelde an der Weser zurückblicken.

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